Zeitungsartikel: 28. März 2011 Rettungsdienste üben den Ernstfall

Zeitungsartikel: 28. März 2011 Rettungsdienste üben den Ernstfall

Ein weiterer Bericht aus dem Archiv:

Bei der Großübung arbeiten die Einsatzkräfte eng zusammen.

Neuss. Der Einsatz ist im vollen Gange, alles läuft nach Plan. Da taucht ein Problem auf. „Die Jungs sind fertig“, meldet ein Einsatzabschnittsleiter. So früh hat damit niemand gerechnet. Nach der Planung sollte das letzte Einsatzfahrzeug erst um 15 Uhr eintreffen. Nun können die Beteiligten eine Stunde früher zum Essen. Von Jascha Huschauer

Dabei spiele vor allem die organisationsübergreifende Kommunikation eine Schlüsselrolle. Schließlich beteiligen sich sechs Organisationen an der Übung: DRK, DLRG, Johanniter, THW, Malteser und Feuerwehr. Insgesamt sind das 37 Fahrzeuge und 125 Einsatzkräfte, die am Samstag an der Übung teilgenommen haben. Die Einsatzkräfte fahren 30 markante Stationen im Stadtgebiet an. An der Station ist jeweils eine Aufgabe auf einem Bogen zu lösen. Die Einsatzkräfte erfahren über Funk welche Aufgabe das ist. Bestandteil der Aufgaben ist auch, dass jede Organisation die Funktion einer anderen Gruppe übernimmt. „Hier lernt man sich mal richtig kennen“, schwärmt Bernhard Stöcker. Bei einer Großschadenslage kennen sich die Einsatztruppen jetzt schon und können so viel effektiver arbeiten.

Das Stadtgebiet wird in drei Einsatzabschnitte eingeteilt, die jeweils von einer eigenen Einsatzabschnittsleitung geführt werden. Diese übermittelt den Einsatzkräften den Zielort mittels kartographischer Koordination (UTM-System). Dabei wird eine Stadtkarte in viele kleine, ein Quadratmeter lange und breite Quadrate eingeteilt. Jedes Quadrat hat einen Namen. Bei der Zielsuche findet man das angegebene Quadrat und legt einen Planzeiger an. Dieser beschreibt die Lage des Ziels in dem jeweiligen Quadrat. „Dieses Verfahren kommt vorrangig dort zum Einsatz“, so Riemer, „wo keine genaue Angabe durch Straße und Hausnummer möglich ist“.

Quelle: NGZ